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Archiv für August, 2012

ALS STARBUCK UND BOOMER NOCH ECHTE KERLE WAREN

Früher war alles besser, da sprach die Welt noch von „Kampfsternen“ und brauchte nicht irgendwelche Anglizismen, um auf dem deutschen Markt möglichst hip zu wirken. Die Piloten trugen noch Fönfrisuren, und egal wie weit am Arsch der Welt man sich befindet, irgendwo findet man immer einen Planeten mit nem Casino, worüber sich natürlich besonders Starbuck vor seiner/ihrer Geschlechtsumwandlung freut. Aber wie das halt so ist, manchmal verdient man nicht genug Geld, will dafür aber auch nichts tun (bzw.: ausgeben), und dann nimmt man halt vorhandenes Material, schneidet es neu zusammen, wird schon keiner merken, sobald „Kino“ drauf steht, sind ja alle geblendet und laufen wie die Lemminge rein, und überhaupt, „Krieg der Sterne“ haben ja auch alle geguckt. Alles wirkt zusammengefrickelt, zusammenhangslos, auch wenns eine Storyline ist, es waren einzelne Episoden, und das sieht man auch, wenn man noch nicht eingeschlafen ist.
Öde.


LIEBLING, WIR HABEN EIN RIESENBABY

Schon interessant. Da macht der Sender schon vor dem Film damit Werbung, das ihn die Nutzer der Internet-Seite für „sehenswert“ halten, und dann ist das so ein Drecksfilm. Was sagt das über die User aus? „It’s Alive“ versucht, so etwas wie „Rosemarys Baby“ für die Teenie-Slasher-Generation zu sein und scheitert kläglich. Was erklärt, warum ich das hier schreibe, während der Film noch läuft, denn dem ganzen meine volle Aufmerksamkeit zu schenken verursacht Kopfschmerzen. Ein Baby als Serienkiller und Mami hat es trotzdem lieb, ok. Ist ja auch ihr erstes Kind, woher soll sie wissen das es nicht normal ist, wenn Junior die komplette Belegschaft des Kreissaals killt – direkt nach der Geburt. Sehenswert also.
Schwachsinn.


FICK DICH, DONNER!

Wünscht man sich, dass seine Haustiere oder Stofftiere sprechen können? Manchmal. Mit solchen Wünschen sollte man allerdings vorsichtig sein, wenn man bedenkt, was eben diese schon alles gesehen haben könnten. Aber nicht nur das, denn die Geister, die man ruft, verschwinden nicht einfach, wenn man keinen Bock mehr auf sie hat, was einem selber dann vielleicht nicht so passt, für alle anderen aber sehr komisch sein kann, wenn man das Ganze nicht noch mit einer 08/15-Lovestory verbinden würde. Was soll das denn auch. Es gibt nicht umsonst das Genre des Frauenfilms, wo alle Klischees und die ganze andere romantische Scheiße abgeladen werden, die in anderen Filmen nichts zu suchen haben. Wer ist denn die Zielgruppe über einen Film mit einem kiffenden, herumvögelnden Teddybären? 16-jährige Mädchen auf der romantischen Suche nach dem perfekten Edward? Ich denke nicht. Und so bleiben lustige Szenen aus dem Trailer und einige wenige mehr, aber den ganzen anderen Mist, den hätte man sich schenken können. Und überhaupt: Wenn ein sprechender Teddy nichts besonderes mehr ist und ihn die ganze Welt für das Normalste eben jener hält, ist die Prämisse auch nicht mehr ganz so toll, denn dann könnte der Teddy auch ein ganz normaler Typ sein.
Enttäuschend.


VON FLEDERMÄUSEN, KATZEN UND ROTKEHLCHEN

Der dunkle Ritter geht am Stock. Und genau so lange, wie Bruce Wayne braucht, um den Tisch mit seinem Abendessen zu erreichen, genau so lange braucht der Film, um in die Puschen zu kommen. Denn bis es soweit ist, wird die Leinwand von Vorbereitungen auf das große Finale fast schon erdrückt. Alle gucken bedeutungsschwanger in die Kamera, alles was gesagt wird, ist irgendwie wichtig und enthält ebensolche Botschaften und Weisheiten, und im Gegensatz zu den beiden Vorgängern versucht Nolan scheinbar gar nicht erst, intellektuelles Kino zu erschaffen, sondern erklärt jeden Scheiß. Vom Niveau her sollte also niemand großartige Probleme mit dem Film haben, wenn auch der Einstieg etwas holprig ist. Es ist schon sehr sehenswert, wie sich der dunkle Ritter zum letzten Mal (?) erhebt, aber man sollte nicht denken, hier ein Meisterwerk zu sehen. Dafür waren die ersten beiden einfach besser.
Sehenswert.